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Spätestens seit Corona ist jedem klar - Onlineshopping boomt. Immer mehr Einzelhändler denken darüber nach, ihre Marktanteile durch die Eröffnung eines Onlineshops zu sichern. Besonders durch verschiedene Digitalisierungs-Fördermittel, die Bund und Länder für solche Vorhaben zur Verfügung stellen, werden Anreize zur Umsetzung geschaffen. Aber für wen lohnt sich der Online-Verkauf von seinen Produkten wirklich? Und wie eröffnen Sie am besten einen Onlineshop?

Das Online-Geschäft mit seinen Besonderheiten

Wenn Sie als Inhaber eines Ladengeschäfts einen Onlineshop eröffnen, passen Sie Ihr Geschäftsmodell an. Denn durch die Gründung eines Online-Shops werden Sie vom stationären Einzelhändler zu einem Multi-Channel-Händler. Diese Vertriebsform gilt heutzutage als eine der wichtigsten im Einzelhandel und erfreut sich großer Beliebtheit.

Für einen erfolgreichen Online-Shop werden vorher die Grundsteine durch viele Entscheidungen gelegt – unter anderem ist es sehr sinnvoll, einmal ganz genau zu beschreiben, wie der Shop aufgebaut sein soll. Nutzen Sie dazu gerne unseren Geschäftsmodell-Check.

Eine der wichtigsten Fragen ist, wo die Produkte gelagert sind und wie diese zu ihren Kunden gelangen. Folgende drei Möglichkeiten werden von Einzelhändlern am häufigsten verwendet:

  1. Bei der Just-in-time-Produktion bestellen/fertigen und liefern Sie nur die verkauften Stückzahlen und betreiben keine Lagerhaltung.
  2. Mit einem eigenen Lager können Sie gleich eine größere Anzahl von Waren produzieren oder bestellen. Allerdings sind hier die Fixkosten für das Lager einzuplanen. Ein weiteres Risiko besteht in der Nichtabnahme der Ware durch die Kunden.  
  3. Es ist auch möglich, Versand und Lagerwirtschaft mithilfe eines Fulfillment-Dienstleisters komplett auszulagern. 

Mit der perfekten Positionierung erfolgreich sein

Ihr Online-Shop soll sich unter abertausenden bereits bestehenden Online-Läden behaupten. Deshalb ist es wichtig, sich über die eigene Positionierung klar zu werden und 

Die wohl wichtigste Fragen, die es zu beantworten gilt: 

  • Welchen Nutzen hat Ihre Kundschaft durch Ihr Angebot? 
  • Wie versteht Ihr Kunde diesen Nutzen in den ersten fünf Sekunden, die er in Ihrem Onlineshop verbringt.
  • Wie vertrauensvoll und professionell wirkt Ihr Shop?
  • Was hebt Ihren Shop von anderen ab?
  • Was ist Ihr Alleinstellungsmerkmal (USP)?
  • Welchen Service bieten Sie, den es so vielleicht noch nicht gibt?
  • Was möchte Ihre Zielgruppe?
  • Wie erreichen Sie Ihre Zielgruppe?

Die Beantwortung dieser Fragen gelingt am besten durch eine Recherche.

Neben einer üblichen Marktanalyse hilft die Kommunikation mit Ihrer Stamm-Kundschaft, beispielsweise über persönliche Kundenbefragungen, eine Umfrage über einen Newsletter und Social Media. Gerade die Akquise neuer Kunden lebt vom Austausch auf sozialen Plattformen. Hierüber können Rabatte angeboten werden oder ein Spezial-Produkt für eine kleine Zielgruppe vermarktet werden. „Social Shopping“ ist ein weiterer Trend, den Corona beschleunigt hat. Besonders die Generation Z wünscht sich ein digitales Live-Shoppingerlebnis in Echtzeit, bei denen sie auch emotional unterhalten werden. 

Kompetenzen zur Gründung des Onlineshops

Als Gründer eines Online-Shops sollten sie, oder jemand in Ihrem Team, über bestimmte Kompetenzen verfügen. Folgende Eigenschaften helfen, ihren Shop über viele Jahre auf dem Markt zu halten. 

  • fachliche Kompetenz
  • Durchhaltevermögen 
  • Einsatzbereitschaft und
  • Verantwortungsbewusstsein

Sie können sich auch Hilfe von kompetenten Beratern holen. Häufig sind diese auch im Rahmen von Förderprogrammen für Digitalisierung zu einem großen Teil bezuschusst.  Informieren Sie sich dazu in unserem Online-Gruppenworkshop „Fördermittel für Selbstständige“. Wir zeigen Ihnen, wie Sie diese Fördermittel beantragen können. Wenn Sie aus Hamburg kommen, beraten wir Sie gerne auch persönlich. Vereinbaren Sie einfach einen Termin mit uns. 

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Wichtig ist, das Sie selbst von Ihren Produkten überzeugt sind und ein Verständnis für Ihre Kunden haben: Was suchen Ihre Kunden? Für welches Problem wollen Ihre Kunden eine Lösung haben? Ihre Zielgruppe sucht nicht nach irgendwelchen Produkten, sondern nach Produkten mit Mehrwert. Und diese sollte Ihr Sortiment bedienen. Aber nicht nur die Mehrwerte der Produkte können überzeugen, auch die Unternehmenswerte und Sie als Person hinter dem Shop sind heutzutage wichtig. Ein Online-Shop, der Haltung zeigt und beispielsweise für Nachhaltigkeit, Regionalität, soziales Engagement und Solidarität steht, hat gerade nach der Pandemie einen Wettbewerbsvorteil.

Bedenken Sie: Neue Kunden kennen häufig noch nicht Ihr Produkt und anders als im Einzelhandel, können Sie die Kunden nicht persönlich überzeugen. Berücksichtigen Sie das beim Onlineauftritt und gehen Sie auf die Probleme und Bedürfnisse Ihrer Kunden ein. Beschreiben Sie nicht nur das Produkt, sondern zeigen Sie auf, warum Sie die beste Lösung für Ihren Kunden haben und weshalb bei Ihnen gekauft werden sollte.

Mit professioneller Shop Software oder Baukasten­prinzip zum eigenen Shopsystem

Als Einzelhändler ist man meistens kein Experte im Online-Shop bauen und möchte auch kein Vermögen für das zweite Standbein ausgeben. Daher kann es sinnvoll sein, auf Shopsysteme im Baukastenprinzip zurückzugreifen. Entscheidend bei der Wahl ist immer das zukünftige Angebot und die finanziellen Mittel. Denn das Programmieren eines Shops von Fachleuten ist teuer.

Ein sogenanntes Baukastenprinzip von Anbietern moderner Shopsysteme lässt sich einfach handhaben – ganz ohne Programmierkenntnisse. Mithilfe von vorgefertigten Sektionen können Sie das passende für sich auswählen.

Bei einer  individuell gefertigten Shop-Software sind neben den Kosten für die Erarbeitung noch die laufenden Kosten zu berücksichtigen. Kleinere Programmierkenntnisse sind von Nöten, wenn Sie später selbst die Pflege Ihrer Software übernehmen wollen. 

Baukasten Shopsysteme und ihre Vor- sowie Nachteile

Der größte Vorteil eines Shopsystems im Baukastenprinzip sind die geringen Anschaffungskosten. Die monatlichen Gebühren belaufen sich meist zwischen 10 und 70 EUR. Nach der Anmeldung und allen Einstellungen (Design, Versand- und Zahlungsmethoden sowie Produkte) kann der Verkauf bereits nach sehr kurzer Zeit starten.

Der Nachteil von den günstigen Baukasten Shopsystemen ist der geringe Umfang an Nutzungsmöglichkeiten. Gerade diese sind für viele Kunden entscheidend. Usability – Nutzerfreundlichkeit – wird von Ihrer Zielgruppe und von Suchmaschinen honoriert. Langes Suchen und umständliches Navigieren veranlasst einen Kunden dagegen schnell, einen Online-Shop zu verlassen und zur Konkurrenz zu gehen. 

Bei der Entscheidung für oder gegen ein Shopsystem im Baukastenprinzip sollte immer berücksichtigt werden, wie das Sortiment gestaltet ist. Gerade viele verschiedene Produkte und ein sehr detailliertes Angebot benötigen eine gute Navigation. Einzelne Segmente aus einem Baukastensystem können dann schnell nicht mehr ausreichen. 

Durch die Investition in ein professionell gefertigtes Shopsystem stellen Sie sicher, dass sich in Zukunft und bei der Ausweitung Ihres Unternehmens der Onlineshop individueller ausbauen lässt. 

Anforderungen Ihres Online-Shops an das Shopsystem

Bei der Wahl des Shopsystems sind die folgenden Anforderungen zu berücksichtigen:

  1. Welche Bezahlsysteme und Filterfunktionen werden angeboten?
  2. Gibt es eine integrierte Schnittstelle zu meinem Warenwirtschaftssystem? 
  3. Gibt es eine Anbindung an Marketingportale?

Stellen Sie sich einen Anforderungskatalog zusammen. Damit werden sie schnell erkennen, welche Shop Software für sie geeignet sind.

Kosten für die Eröffnungen eines Online-Shops

Sie möchten gerne wissen, was Sie die Eröffnung eines Onlineshops kostet? Genaue Angaben dazu hängen von zu vielen Faktoren ab. Eine entsprechende preisliche Berechnung ist deshalb unseriös. Wir können Ihnen aber einen Überblick verschaffen.

Für das Programmieren des neuen Online-Shops sollten Sie zwischen 1.000 € und 10.000 € einplanen. Denken Sie dabei an die Digitalisierungs-Fördertöpfe, die Ihnen 30%-70% Ihres Vorhabens bezuschussen können. Die große Spannbreite der Preise hängt davon ab, welches Layout Sie wählen, welche Nutzungsmöglichkeiten vorhanden sein sollen und welche SEO-Kriterien erfüllt werden. Im Durchschnitt können Sie mit rund 2.000 € bis 4.000 € für einen Standardshop rechnen.

In den laufenden Kosten sollte das Geld für einen Webhoster, einen Fotografen und einen Texter eingeplant werden. Selbstverständlich können Sie auch selbst die Produktbeschreibung übernehmen und Herstellern nach kostenfreiem Bildmaterial fragen. Wollen Sie aber einen echten Mehrwert für Ihren Kunden bieten, greifen Sie lieber auf SEO-optimierte Texte und Bilder von Fachleuten zurück, die einmalig und damit besonders sind.

Ihre Marketing­strategie

Denken Sie von Anfang an die Marketingstrategie für Ihren Online-Shop mit. Diese sollten Sie niederschreiben, den aktuellen Bedürfnissen regelmäßig anpassen und strikt verfolgen. Es ist nicht leicht, inmitten der Konkurrenz seine eigene Zielgruppe zu erreichen, aber es stehen Ihnen dazu verschiedene Strategien zur Verfügung. Erhöhen Sie Ihre Sichtbarkeit im Internet durch 

  • Suchmaschinenwerbung (SEA) mit Google Ads
  • Suchmaschinen­optimierung (SEO) und
  • Social Media

Suchmaschinen­werbung (SEA)

Wenn Ihr Onlineshop im Internet sichtbar sein soll, haben Sie die Möglichkeit, sich über Google Ads (Anzeigen) in die bezahlten Suchergebnisse einzukaufen. So kaufen Sie beispielsweise für einen Suchbegriff Werbung, die dann angezeigt wird, wenn jemand nach genau diesem Begriff über Google sucht. Diese stehen ganz oben und werden bei der Suche von den Kunden zuerst wahrgenommen. 

Ein Vorteil der Ads-Kampagne ist, dass der Etat genau festgelegt werden kann. Ist das Monatslimit ausgereizt, werden keine Anzeigen mehr geschaltet. Mit Google Ads können Besucherströme in kurzer Zeit erhöht werden. Haben Ihre Kunden Ihren Onlineshop entdeckt, sollten Sie bedenken, dass langfristig mit dieser Art der Werbung höhere Kosten entstehen. Das Ziel sollte deshalb immer sein, auf natürlichem Wege über die Suchergebnisse gefunden zu werden. 

Suchmaschinen­optimierung (SEO)

Suchmaschinenoptimierung ist dieser natürliche Weg. Damit Ihre Kunden Sie später im Internet finden, benötigen Sie eine gute Beschreibung Ihrer Produkte in Wort und Bild. Diese müssen SEO-optimiert werden, damit Suchmaschinen Ihren Shop besser listen. Gutes Suchmaschinenmarketing hilft Ihnen, Ihre Sichtbarkeit zu erhöhen. 

Hierbei benötigen Sie einen langen Atem, denn die Konkurrenz ist groß und jeder möchte bei den organischen Suchergebnissen vorne sein. Helfen kann Ihnen am besten ein Fachmann zur Verbesserung Ihres Rankings. Dieser kann die Website für Google optimieren. Dies passiert mit Hilfe von Strategien und Taktiken, die speziell für Ihren Onlineshop erarbeitet werden. 

Bei weniger Budget können Sie die Optimierung auch selbst durchführen. Dazu benötigen Sie allerdings sehr viel Zeit und noch mehr Know-how, was in den seltensten Fällen vorhanden ist. Es gibt auch SEO Tools, die Ihnen die Probleme auf Ihrer Website und mögliche Lösungen aufzeigen, aber auch diese haben häufig einen stolzen Preis.

Social Media

Über Soziale Medien erreichen Sie viele Zielgruppen. Wenn Ihre möglichen Kunden auch auf in den Netzwerken zu finden sind, können Sie hierüber leicht mit ihnen in Kontakt treten. Ob Twitter, Instagram oder Facebook – jede Plattform hat ihre Vor- und Nachteile.

Entscheiden Sie sich deshalb besonnen und unterschätzen Sie nicht den Aufwand, der täglich betrieben werden muss, um die Kunden bei Laune zu halten. Nicht alle Kanäle müssen bespielt werden, achten Sie lieber auf guten Content und regelmäßige Posts.

Sind Sie bereit für Ihren Onlineshop?

Mit Ihrem Onlineshop können Sie, besonders in für den Einzelhandel schwierigen Zeiten, eine neue Umsatzquelle erschließen und mit Ihren Kunden weiter in Kontakt bleiben. Es wird Ihren Arbeitsalltag abwechslungsreicher machen und Sie können auch überregional aktiv werden. Trotz starker Konkurrenz im E-Commerce ist es möglich, dauerhaft einen neuen Onlineshop zu etablieren. Achten Sie dabei immer darauf, eine Nische zu finden und die Zielgruppe mit einem exakt passenden Sortiment zu versorgen. 

Jetzt sind Sie bereit, einen neuen Onlineshop zu eröffnen! Und wenn Sie dazu gerne noch einmal mit einem unseren Beratern sprechen möchten, vereinbaren Sie gerne einen Termin mit uns. (Nur für Selbstständige aus Hamburg möglich).

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bhp