Geschäftsmodell
05.05.2017

Selbstständig machen mit einem Franchisekonzept

Wollen Sie an Ihrem Geschäftsmodell arbeiten?

In der Beratungspraxis der FIRMENHILFE begegnet uns des Öfteren das Thema Franchise. Das kann eine gute Möglichkeit für den Aufbau einer Selbstständigkeit sein, muss es aber nicht. Wir fassen im Beitrag kurz zusammen, was Franchise ist und worauf Sie achten sollten, wenn Sie sich für ein solches Konzept interessieren.

Was ist Franchise?

Wenn Sie in die Selbstständigkeit starten möchten, haben Sie verschiedene Möglichkeiten:

  • Sie haben eine gute Geschäftsidee und setzen selbst alle Schritte zum Aufbau Ihres Unternehmens um.
  • Sie übernehmen ein bestehendes Unternehmen, welches zum Verkauf angeboten wird. Dann sind viele Schritte schon getan.
  • Sie entscheiden sich für ein Franchisekonzept. Da hat ein sogenannter Franchisegeber schon ein Unternehmen erfolgreich aufgebaut. Er möchte anderen die Chance geben, diesen Erfolg zu wiederholen, z.B. mit einer Filiale des gleichen Konzeptes. Erfolgreiche und sehr bekannte Vertreter sind z.B. McDonalds, Nordsee, Starbucks.

Im Bereich Franchise gibt es verschiedene Möglichkeiten. Die bekannteste ist, dass Sie sich mit einer Erstgebühr einkaufen und dann eine Provision aus den laufenden Umsätzen an den Franchisegeber abführen.

Was spricht für Franchise?

Für ein Franchisekonzept spricht, dass - je nachdem für welches Konzept Sie sich entscheiden - viele Dinge schon für Sie getan wurden:

  • die Marke ist schon bekannt, Werbung bereits gemacht und die Kunden „warten“ bereits darauf bei Ihnen zu kaufen
  • das Geschäftskonzept ist bereits etabliert und überprüft
  • die Dienstleistungen/Produkte sind schon bekannt
  • auch die Praxisabläufe sind bereits erprobt und effizient
  • Banken vertrauen etablierten Franchise-Systemen, die Kreditvergabe wird dadurch erleichtert
  • Sie können an günstigen Marketing- und Werbepools teilnehmen.

Auf welche Dinge sollte Sie achten?

Aus unserer Erfahrung wissen wir: Die Verträge für Franchisekonzepte sind mitunter sehr umfangreich und für Laien nicht immer ohne juristische Unterstützung zu verstehen. Manchmal ist es auch Absicht, dass vom potentiellen Franchisenehmer nicht immer alles so genau verstanden wird.

Im Allgemeinen sollten Verträge ausgewogen sein, d.h. beide Vertragsparteien sollten ein gleichgewichtiges Verhältnis von Rechten und Pflichten besitzen. Es ist daher dringend zu empfehlen, Verträge entsprechend prüfen zu lassen, damit Sie am Ende nicht überrascht sind. Hierfür lohnt sich der finanzielle Einsatz für einen Rechtsanwalt. Tauschen Sie sich am besten auch mit anderen Franchisenehmern aus und fragen Sie nach Erfahrungswerten.

Besonderes Augenmerk sollten Sie auf folgende Punkte richten:

  • Höhe der laufenden Franchisegebühr, ist diese angemessen?
  • Imageschaden durch Franchisegeber, z.B. Hygieneskandal bei Burger King
  • Investitionskosten, stehen diese in gesundem Verhältnis zu den zu erwartenden Umsätzen?
  • Grundsätzlicher Erfolg des bestehenden Systems, wie etabliert ist das System schon?
  • Ausgestaltung der unternehmerischen Freiräume innerhalb des Vertrages, inwieweit haben Sie noch Freiheiten z.B. beim Einkauf?
  • Prognostizierte Umsätze, sind die geplanten Umsätze realistisch? Bekommen Sie Einblick in die offiziellen Zahlen? Was passiert, wenn die Umsätze mal nicht so rosig sind?
  • Wie werden Sie vom Franchisegeber im Prozess der Gründung (auf Augenhöhe) begleitet? Besteht eine gute Kommunikation und Informationslage?
  • Gebietsschutz vorhanden, falls Sie Gebietsschutz vor Mitbewerbern des gleichen Konzeptes benötigen, wird Ihnen dieser vertraglich zugesichert?
  • Bekanntheitsgrad, wie bekannt ist das Unternehmen an Ihrem geplanten Standort?
  • Welche Unterstützung gibt Ihnen Ihr Franchisegeber? Sind Schulungen, Mentoren in der Einarbeitungsphase vorgesehen?
  • Wie viel „unternehmerische Freiheit“ bei Entscheidungen bleibt Ihnen? Können Sie damit umgehen, wenn Ihnen diese in Teilen genommen wird?
  • Wie sind die Bedingungen für die Beendigung des Franchisevertrages?

Weitere Informationen zum Thema erhalten Sie hier:

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bhp