Organisation
27.03.2020

Corona-Krise: Staatliche Hilfen für Eltern
Kinderzuschlag, Lohnersatz und Notbetreuung

Informieren Sie sich hier zu unserem

Beratungsangebot während der aktuellen Corona-Krise

Corona Krise meistern!

FIRMENHILFE Krisen-Cockpit

Firmensitz in Hamburg?

Jetzt beraten lassen!

von Silke Evers

Die Corona-Krise bringt viele Selbständige und Kleinunternehmen an den Rande ihrer Existenz. Wer Kinder hat, hat dazu noch ein Betreuungsproblem und ein höheres finanzielles Risiko.

Der Staat hat kurzfristig reagiert – Eltern können unter bestimmten Bedingungen in Kürze Kinderzuschlag und Lohnersatz (für Angestellte) beantragen. Außerdem gibt es ein Angebot zur Notbetreuung von Kindern von Eltern mit systemrelevanten Tätigkeiten – aber auch individuelle Notlagen werden hier offenbar berücksichtigt, wenn sie gut begründet sind.

Kinderzuschlag (KiZ) für Familien mit kleinem Einkommen

Familien mit kleinen Einkommen können einen monatlichen Kinderzuschlag (KiZ) von bis zu 185 Euro erhalten. Ob und in welcher Höhe der KiZ gezahlt wird, hängt von mehreren Faktoren ab - vor allem vom eigenen Einkommen, den Wohnkosten, der Größe der Familie und dem Alter der Kinder. So kann eine Familie mit zwei Kindern und einer Warmmiete von 1.000 Euro den KiZ erhalten, wenn das gemeinsame Bruttoeinkommen rund 1.600 bis 3.300 Euro beträgt. Wer Kinderzuschlag erhält, ist zudem von den Kita-Gebühren befreit und kann zusätzliche Leistungen für Bildung und Teilhabe beantragen.

Ob für Sie ein Anspruch auf Kinderzuschlag besteht, können Sie mit dem KiZ-Lotsen der Familienkasse prüfen. Die Beantragung ist digital möglich. Die Regelungen zum Notfall-KiZ sind Teil eines Sozialschutz-Paketes, das bis Ende März in Kraft treten soll.

Weitere Informationen zum Kinderzugschlag finden Sie auf dieser Seite des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Lohnersatz wegen Schul- und Kitaschließung 

Falls Sie als GmbH-Geschäftsführer*in angestellt sind – oder Ihr*e Partner*in: Wer wegen Schul- oder Kitaschließung die eigenen Kinder betreuen muss und nicht zur Arbeit kann, soll gegen übermäßige Einkommenseinbußen abgesichert werden. Dafür wurde das Infektionsschutzgesetz am 25. März 2020 neu geregelt und soll bis Ende März in Kraft treten. Eltern erhalten demnach eine Entschädigung von 67 Prozent des monatlichen Nettoeinkommens (maximal 2.016 Euro) für bis zu sechs Wochen. Die Auszahlung übernimmt der Arbeitgeber, der bei der zuständigen Landesbehörde einen Erstattungsantrag stellen kann.

Voraussetzung dafür ist, dass die erwerbstätigen Eltern Kinder unter 12 Jahren zu betreuen haben, weil eine Betreuung anderweitig nicht sichergestellt werden kann und dass Gleitzeit- beziehungsweise Überstundenguthaben ausgeschöpft sind.

Aktuelle Informationen zu diesem Thema finden Sie auf dieser Seite des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Weitere Informationen zum Infektionsschutzgesetz haben wir hier zusammengestellt:

Kinder-Notbetreuung

Momentan ist die Sprachregelung der Behörden, dass „Eltern dringend dazu aufgerufen sind, ihre Kinder bis voraussichtlich 19. April 2020 grundsätzlich zu Hause zu betreuen“. Für Kinder von Eltern, deren Tätigkeit bedeutsam für die Daseinsvorsorge und die Aufrechterhaltung der Infrastruktur ist, gibt es eine Notbetreuung. Dies gilt auch für Kinder mit besonderem sozialpädagogischem Förderbedarf. Neben medizinischen und pflegerischen Berufen zählen bspw. auch Beschäftigte von Ver- und Entsorgungsunternehmen, der Lebensmittel- oder Drogerie-Einzelhandel dazu.

Die Behörden stellen aber bewusst keine abschließende Liste der Tätigkeiten zur Verfügung, weil sie sich vorbehalten will, Einzelfallentscheidungen zu treffen. Das heißt, dass die Notbetreuung auch in individuellen Notlagen in Anspruch genommen werden kann, zum Beispiel bei der Pflege eines weiteren Familienmitglieds.

Wer zu dem Schluss kommt, dass seine Tätigkeit systemrelevant ist und bzw. oder dass er einen Anspruch auf Notbetreuung hat, muss dies in jedem Fall schlüssig darlegen können.

Wir möchten Sie ermutigen, mit der Kitaleitung offensiv ins Gespräch zu gehen, falls Sie Ihr Unternehmen wegen Zeitmangels nicht den Marktgegebenheiten anpassen können. Melden Sie uns auch gerne das Ergebnis zurück, damit wir die Problematik von Selbständigen und Kleinunternehmern in diesem Punkt ggfs. der Wirtschaftsbehörde zurückspiegeln können.

Auf dieser Seite finden Sie aktuelle Informationen zu dem Thema Notbetreuung.

Kommen sie aus Hamburg?
Dann berät Sie die FIRMENHILFE kostenlos!

Bitte beachten Sie dazu unsere aktuellen Informationen

Beratung holen

Bewerten Sie uns
Wie gefällt Ihnen diese Seite?

Teilen Sie diesen Beitrag

Unser Newsletter für Selbstständige
Know How, Tipps und Termine für Selbstständige

bhp