Kundengewinnung
27.09.2019

Business-Knigge:
Souveränes Verhalten bei Geschäftsterminen

Wollen Sie an Ihrem Geschäftsmodell arbeiten?

Vollkommen gleichgültig, wie exzellent Sie fachlich in Ihrem Job auch sein mögen – als Selbstständiger kommen Sie zwangsläufig in Situationen, in denen das Beherrschen von geltenden Benimm- und Höflichkeitsregeln gefragt ist und auch Ihr äußeres Erscheinungsbild durchaus eine wichtige Rolle spielt: Mal angenommen, Sie sind Sie zu einem Meeting bei Ihrem Kunden eingeladen. Wie kleiden Sie sich zu diesem Treffen? Im Konferenzraum sitzen dann beispielsweise die Projektleiterin, der Geschäftsführer und die Assistentin der Geschäftsleitung. Wem schütteln Sie zuerst die Hand? Vielleicht gehen Sie im Anschluss der Besprechung noch alle gemeinsam zum Mittagessen. Ist es korrekt, einen Wein zum Essen zu bestellen? Und über welche Themen reden Sie beim Lunch?

Repräsentieren Sie Ihr Unternehmen professionell

Manches Verhalten ist im privaten Umfeld vollkommen in Ordnung, kann aber einen schlechten Eindruck hinterlassen, wenn Sie sich selbst und Ihr eigenes Unternehmen im beruflichen Kontext repräsentieren. Natürlich sind heute viele der berühmten Benimmregeln des Schriftstellers Adolph Knigge aus dem Jahr 1788 vollkommen veraltet, aber damit Sie in Zukunft die wichtigsten Fettnäpfchen vermeiden und sich im Umgang mit Geschäftspartnern und Kunden selbstsicher fühlen können, haben wir Ihnen hier einmal die wichtigsten Verhaltensgrundlagen aufgelistet:

 

Gute Vorbereitung zahlt sich aus

- Überlegen Sie sich vorab genau, wie Sie sich zum Termin kleiden. Natürlich brauchen Sie sich nicht zu kostümieren, aber um mit Ihren Gesprächspartnern auf Augenhöhe zu sein, sollten Sie Ihr Outfit unbedingt dem Anlass anpassen. Recherchieren Sie im Zweifel vorher, welcher Dresscode in der jeweiligen Branche üblich ist: Denn Rechtsanwälte und Banker kleiden sich anders als zum Beispiel Programmierer und Werbeleute.

- Es versteht sich eigentlich von selbst, aber wir erwähnen es hier der Vollständigkeit halber: Eine gepflegte Frisur, angenehmer Körpergeruch, saubere Kleidung und Schuhe mit intakten Absätzen sind in der Geschäftswelt ein absolutes Muss!

- Seien Sie unbedingt pünktlich! Wenn das Treffen nicht in Ihren Räumlichkeiten stattfindet, planen Sie Ihre Ankunft lieber zehn Minuten vor dem Termin, damit Sie nicht abgehetzt ankommen. Lässt sich eine Verspätung, beispielsweise durch widrige Verkehrsumstände, nicht vermeiden, geben Sie per Handy rechtzeitig Bescheid!

- Denken Sie an Ihre Visitenkarten sowie an ein Notizbuch und Stift. Selbst wenn Sie am Ende gar nichts notieren, zeigen Sie dadurch Ihrem Gesprächspartner, dass Sie das Treffen wichtig nehmen.

 

Händeschütteln und Vorstellen

- Grüßen Sie in den Räumlichkeiten Ihrer Geschäftspartner freundlich sämtliche Mitarbeiter, die Ihnen dort begegnen, zum Beispiel auch die Empfangsmitarbeiter. Sie wissen schließlich nie, mit wem Sie es später vielleicht noch zu tun bekommen.

- Klopfen Sie an, bevor Sie eine Tür öffnen. Ist die Tür bereits offen, doch die Personen im Raum haben Sie noch nicht bemerkt, klopfen Sie einfach an den Türrahmen.

- Als Gastgeber empfangen Sie Ihre Besucher direkt im Eingangsbereich oder an der Eingangstür und begleiten sie nach dem Termin auch wieder ganz bis zum Ausgang. So müssen Ihre Gäste sich nicht allein zurechtfinden.

- Achten Sie bei beim Zusammentreffen mehrerer Personen auf die richtige Reihenfolge bei der Ansprache: Begrüßen Sie immer erst die ranghöchste Person, auch wenn Damen anwesend sind. Danach gilt Alt vor Jung und erst dann Damen vor Herren. Wenn Sie selbst die ranghöchste Person in der Runde sind, strecken Sie zuerst die Hand aus.

- Trägt die andere Person einen Doktor- oder Professorentitel, reden Sie sie auch so an: zum Beispiel Frau Professorin Müller oder Herr Dr. Schmidt. Andere akademische Grade, wie etwa ein Diplom oder ein Master, werden in Deutschland nicht in der Anrede genannt.

- Achten Sie auf Ihren Händedruck: Er sollte weder zu lasch noch zu fest sein. Waschen Sie sich vor dem Termin die Hände. Falls Ihre Handflächen verschwitzt sind, wischen Sie sie kurz vor der Begrüßung unauffällig an Ihrer Kleidung ab, zum Beispiel am Ärmel oder an der Hose.

- Wenn Sie sich selbst vorstellen, nennen Sie Ihren Vor- und Nachnamen und auch Ihren Firmennamen. So bleiben Sie bei Ihren Gesprächspartnern besser im Gedächtnis.

- Wenn Sie anderen Leuten eine Person vorstellen, die Sie selbst duzen, nennen Sie in dieser Situation dennoch ihren kompletten Vor- und Nachnamen. Das ist im beruflichen Kontext respektvoller. Benutzen Sie auf keinen Fall Spitznamen, zum Beispiel „Michi“ bei Michael.

 

Während des Meetings ist das Handy tabu

- Wenn Ihnen jemand seine Visitenkarte überreicht, stecken Sie diese nicht achtlos in die Tasche, sondern schauen Sie sich die Karte aufmerksam an, bevor Sie sie sorgfältig zum Beispiel in Ihren Unterlagen verstauen.

- Nehmen Sie während des Meetings unter keinen Umständen einen Telefonanruf an! Denn das suggeriert Ihrem Gegenüber, dass Sie ihn oder sie nicht wichtig nehmen. Schalten Sie Ihr Handy unbedingt vor dem Meeting auf Lautlos und deaktivieren Sie auch die Vibration. Legen Sie Ihr Telefon auch nicht vor sich auf den Tisch, denn das lässt sich ebenfalls als Desinteresse am Gespräch interpretieren. Wählen Sie für Ihr berufliches Telefon immer einen dezenten Klingelton, denn das Lied „Zehn kleine Jägermeister“ von den Toten Hosen kann vielleicht unter Sportkameraden oder beim Junggesellenabschied lustig sein, beim Akquisetermin ist es jedoch vollkommen unangebracht!

- Manchmal kann bei einem Geschäftstermin auch die Stimmung kippen, zum Beispiel beim Thema Geld. Seien Sie bestimmt aber bleiben Sie immer höflich und souverän – auch falls Ihr Gegenüber laut oder sogar unverschämt wird.

- Fallen Sie Ihren Gesprächspartnern nicht ins Wort. Bitten Sie bei Bedarf freundlich darum, Ihre Ausführungen zu beenden.

- Sagen Sie nicht zu oft „Danke“, das lässt Sie schnell schwach und bedürftig erscheinen.

- Wenn Sie beispielsweise bei einer Präsentation auf etwas zeigen, tun Sie es mit der ganzen Hand und offener Handfläche. Der ausgestreckte Zeigefinger kann unter Umständen anklagend wirken.

 

Im Restaurant

- Reden Sie beim Smalltalk nur über positive Themen, zum Beispiel Ihre letzte Reise oder ein neu entdecktes Lokal. Jammern Sie nicht über das Wetter, erzählen Sie nicht von Ihren Krankheiten und lassen Sie politische Themen unbedingt außen vor!

- Auch wenn die Atmosphäre noch so entspannt ist: Halten Sie im Gespräch eine gesunde körperliche Distanz. Berühren Sie beispielsweise nicht den Arm Ihres Gegenübers.

- Bestellen Sie nicht das teuerste Gericht auf der Speisekarte, sondern ordern Sie etwas aus dem finanziellen Mittelfeld.

- Falls jemand eine Vorspeise oder ein Dessert bestellt, tun Sie ruhig das Gleiche, denn das schafft Verbindung und niemand muss allein essen, während die anderen zuschauen.

- Sie können natürlich einen Wein oder ein Bier zum Essen bestellen. Wenn alle anderen aber nur Softdrinks ordern, lassen Sie es besser sein. Auf keinen Fall sollten Sie offensichtlich beschwipst oder sogar betrunken werden!

- Der Gastgeber oder auch die Gastgeberin bezahlt am Ende die Rechnung im Restaurant. Manche Männer bestehen aber gegenüber einer Frau vehement darauf, die Rechnung selbst zu übernehmen. Lassen Sie das ruhig zu, denn eine zu lange Diskussion darüber ist immer unangenehm.

 

Nach dem Meeting

Nach einen gelungenen Meeting kommt es immer gut an, wenn Sie sich innerhalb von 24 Stunden per E-Mail bei allen Beteiligten für das Treffen bedanken und dabei am besten schon skizzieren, wann voraussichtlich der nächste Kontakt stattfinden wird.

 

Wenn das Treffen für Sie gut gelaufen ist, können Sie ganz sicher sein, dass Sie die wichtigste Benimmregel in jedem Fall korrekt befolgt haben: Sie haben sich nicht verbogen und sind Ihrer Persönlichkeit treu geblieben! Denn wenn jemand nur etwas vorgibt, was er in Wirklichkeit gar nicht ist, merkt es das gegenüber sofort und distanziert sich!

 

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bhp